Nach dem Venustransit vom 6. Juni 2012 findet zurzeit ein weiteres besonderes Ereignis am Himmel statt: die Tränen des Laurentius. (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.)

Sternschnuppe der Perseiden

Nachdem Laurentius sich geweigert hatte, dem römischen Kaiser Valerian das Versteck der Kirchenschätze zu verraten und sie statt dessen an die Armen verteilt hatte, ließ Valerian ihn am 10. August 258 auf einem glühenden Rost zu Tode foltern. An diesem Abend sollen am Nachthimmel besonders viele Sternschnuppen erglüht sein. Man sagte, es seien die Tränen des Laurentius, der über die Sünden der Menschen weine.

Von der Erde aus gesehen, scheint dieser Sternschnuppenstrom dem Sternbild Perseus zu entspringen. Deshalb wird er „Perseiden“ genannt. Tatsächlich ist der Komet 109P Swift-Tuttle Ursprung der Meteore. Aktuell ist das diesjährige Maximum des Perseidenstroms zu beobachten. In der Nacht von Samstag auf Sonntag (11./12.08.2012) flammte eine halbe Stunde vor Mitternacht am Himmel eine ganz besonders große Feuerkugel auf, ein so genannter Bolide. So etwas bekommt man nur sehr selten zu sehen! In der Nacht erglühten schließlich zeitweise mehrere Sternschnuppen innerhalb weniger Minuten am Firmament, manchmal waren trotz der städtischen Hintergrundbeleuchtung sogar mehrere gleichzeitig zu sehen.

 

Auch ohne Sternschnuppen und trotz der Stadtbeleuchtung bot die Milchstraße am klaren, mondlosen Nachthimmel ein überwältigendes Bild.

Man glaubt kaum, wie viele Flugzeuge und Satelliten am Himmel unterwegs sind und ihre Spuren hinterlassen.

 

Etwa ab 2.30 Uhr schob sich das wie Diamanten funkelnde Siebengestirn der Plejaden zu den Sternschnuppen ins Blickfeld.

In der Morgendämmerung wurde es ab 4.00 Uhr schließlich zu hell für Sternschnuppen und Milchstraße. Dafür bot nun die Reihe aus Venus, Mondsichel und Jupiter einen imposanten Anblick.