Eine Truhenorgel für St. Laurentii

In vielen größeren Kirchen befindet sich im vorderen Kirchenraum, neben der meist großen Hauptorgel auf der Empore, eine weitere kleine Orgel, eine sogenannte „Truhenorgel“. Um das musikalische Spektrum einer anspruchsvollen Kirchenmusik in St. Laurentii zu erweitern, hat der Förderkreis Kirchenmusik beschlossen, ein solches Instrument für St. Laurentii anzuschaffen.

Und: Es ist geschafft!

Dank der Hilfe zahlreicher Spender und Unterstützer konnte nun die neue Truhenorgel für St. Laurentii angeschafft werden. Der Förderkreis hat in den letzten zwei Jahren die gewaltige Summe von 33.951,94 € ansparen können – damit ist die neue Truhenorgel bis auf eine kleine Restsumme finanziert.

Orgelbauer Johannes Rohlf (Schwarzwald) hat das Instrument gebaut nach dem Vorbild eines Instruments von Gottlieb Näser (1734). Es hat drei Register, „Gedeckt 8 Fuß“, „Rohrflöte 4 Fuß“ und „Oktave 2 Fuß“ sowie einen Klaviaturumfang über dreieinhalb Oktaven von C bis f ”’. Das Gehäuse ist geräuchert und gewachst aus massiver Eiche, die Füllungen sind mit einem karolingischem Gittermotiv gestaltet. Die Registermechanik befindet sich auf der Baßseite mit eichenen Schwertern, die Klaviatur ist aus Zwetschgen- und Ebenholz.

Bereits in den Adventsvespern (mittwochs, 18 Uhr) und im Weihnachtskonzert der Kantorei St. Laurentii findet das Instrument schon reichlichen Einsatz.

Offiziell eingeweiht wird das Instrument in dem festlichen Kantatengottesdienst am Sonntag, 26. Januar 2020, 10 Uhr, mit der Bachschen Orgel-Solo-Kantate „Wir danken dir, Gott, wir danken dir.“