{"id":19,"date":"2011-12-31T13:52:12","date_gmt":"2011-12-31T12:52:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirche-itzehoe.de\/isg\/?page_id=19"},"modified":"2021-09-01T11:46:52","modified_gmt":"2021-09-01T09:46:52","slug":"st-laurentii","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kirche-itzehoe.de\/isg\/kirchen\/st-laurentii\/","title":{"rendered":"St. Laurentii"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kirche-itzehoe.de\/isg\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/turm.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-767\" title=\"turm\" src=\"http:\/\/www.kirche-itzehoe.de\/isg\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/turm.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"477\" srcset=\"https:\/\/www.kirche-itzehoe.de\/isg\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/turm.jpg 250w, https:\/\/www.kirche-itzehoe.de\/isg\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/turm-157x300.jpg 157w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Die Stadtkirche St. Laurentii im Zentrum von Itzehoe ist das gr\u00f6\u00dfte sakrale Bauwerk der Stadt. Sie wurde von 1716 bis 1718 als barocker Backsteinsaalbau mit einem weit gespannten Holztonnengew\u00f6lbe errichtet und ersetzte eine zweischiffige gotische Hallenkirche, die beim Stadtbrand von 1657 (im D\u00e4nisch-Schwedischen Krieg) weitgehend vernichtet und danach nur provisorisch wiederhergestellt worden war. Aus dieser Zwischenzeit stammen der gro\u00dfe Altar aus der Werkstatt des Hamburger Holzschnitzers <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hein_Baxmann\">Hein Baxmann<\/a>, der 24 Szenen aus der Heilsgeschichte zeigt, sowie die Kanzel, die urspr\u00fcnglich mittig an dem 1962 beseitigten Lettner angebracht war. Unter der Kirche befinden sich Gr\u00fcfte mit Metalls\u00e4rgen von Stiftsdamen des Adeligen Klosters Itzehoe und Mitgliedern der Reichsgr\u00e4flichen Familie Rantzau.<\/p>\n<p>Der Namensgeber der Kirche &#8211; Laurentius &#8211; war der Diakon an der Seite des Bischofs Sixtus II. von Rom. Er starb als M\u00e4rtyrer und wurde auf einem eisernen Rost bei lebendigem Leibe vebrannt. Seine sterblichen Reste sind in San Lorenzo fuori le mura in Rom beigesetzt. Dieser Heilige war der von der abendl\u00e4ndischen wie von der \u00f6stlichen Kirche am meisten verehrte unter den zahlreichen fr\u00fchchristlichen M\u00e4rtyrern. Durch den Sieg Ottos des Gro\u00dfen \u00fcber die Ungarn 955, dem Tag des Hl. Laurentius, wurde dieser auch in Deutschland sehr popul\u00e4r.<\/p>\n<p>Das heutige Gotteshaus bewahrt bis auf die Ver\u00e4nderungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert immer noch den Charakter seiner Entstehungszeit in den Jahren 1716 bis 1718. Der weitgespannte, saalartige Innenraum ist dreischiffig gegliedert und tr\u00e4gt in der Mitte eine Holztonnenw\u00f6lbung.<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"http:\/\/www.kirche-itzehoe.de\/isg\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/altar-ganz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-763\" title=\"altar-ganz\" src=\"http:\/\/www.kirche-itzehoe.de\/isg\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/altar-ganz.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.kirche-itzehoe.de\/isg\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/altar-ganz.jpg 250w, https:\/\/www.kirche-itzehoe.de\/isg\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/altar-ganz-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Der barocke Altar<\/span><\/strong> von 1661 zeigt 24 Szenen des Alten und Neuen Testaments mit zum Teil frei im Raum stehenden Figuren. Die Fratzen in den senkrechten Leisten stellen den Satan dar. Der Altar stammt aus der Werkstatt von Hein Baxmann in Hamburg und ist eine Stiftung von Margaretha Wasmer, geb. Kielmann, der Tochter eines Itzehoer Klostervogten.<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: medium;\">Die Kanzel<\/span><\/strong> ist wie der Altar ein Werk des Hamburger Holzschnitzers Hein Baxmann. Sie stammt ebenfalls aus dem Jahr 1661 und ist eine Stiftung von Margaretha Wasmer.<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: medium;\">Die umlaufende Empore<\/span><\/strong> wurde 1718 eingezogen. Bis heute befinden sich hier die Logen der Klosterdamen. Urspr\u00fcnglich verlief die Empore auf der Ostseite quer durch das Kirchenschiff. Sie stand auf S\u00e4ulen in der Art eines Lettners vor dem Altar. In der Mitte der Empore war die Kanzel angebracht. 1961 wurde der Lettner abgerissen, die Kanzel erhielt ihre heutige Position an der Nordmepore. Damit ist der Blick auf den Altaraufbau frei geworden und der Eindruck einer gro\u00dfz\u00fcgigen Saalkirche entstanden. 1985 baute man schlie\u00dflich die Ostempore wieder ein &#8211; nun hinter dem Altar verlaufend.<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: medium;\">Das gro\u00dfe Triumphkreuz<\/span><\/strong> stammt vermutlich aus dem fr\u00fchen 17. Jahrhundert. Darauf deutet die Fu\u00dfstellung des gekreuzigten Jesus hin. Aus derselben Zeit stammt die h\u00f6lzerne Taufe.<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"http:\/\/www.kirche-itzehoe.de\/isg\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/grabgewoelbe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-765\" title=\"grabgewoelbe\" src=\"http:\/\/www.kirche-itzehoe.de\/isg\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/grabgewoelbe.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"168\"><\/a>Die Grabgew\u00f6lbe<\/span><\/strong> dienten den Schauenburger Grafen bis ins 15. Jahrhundert als letzte Ruhest\u00e4tte. Danach wurden sie zur Grablege der Grafen Rantzau und der \u00c4btissinnen des Klosters. Im 19. Jahrhundert sind die Gew\u00f6lbe in Vergessenheit geraten. Erst bei Renovierungsarbeiten Anfang der 1960er Jahre wurden sie wiederentdeckt und zum Teil wieder hergestellt. Bis heute befinden sich prachtvolle S\u00e4rge in der Gruft, darunter der Silbersarg des Reichsgrafen Christian zu Rantzau.<\/p>\n<p>Weitere Informationen finden Sie in der Brosch\u00fcre &#8222;Illustrierter Kirchenf\u00fchrer zur Gruft der St. Laurentii-Kirche in Itzehoe&#8220;. Das Buch erhalten Sie im Gemeindeb\u00fcro in H\u00f6he von \u20ac 5,00. Der Freundeskreis St. Laurentii &amp; Kloster Itzehoe e.V. hat 2019 einen Film \u00fcber der Gruft produziert:<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Die Gruft der St. Laurentii-Kirche in Itzehoe\" width=\"630\" height=\"354\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/TBMzqQ-glbo?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>1196<\/strong> fr\u00fchste urkundliche Erw\u00e4hnung eines Priesters und einer Kirche in Itzehoe<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1584<\/strong> bis dahin wurde die St. Laurentii-Kirche mehrfach umgebaut und erweitert<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1657<\/strong> Die Kirche f\u00e4llt dem gro\u00dfen Brand von Itzehoe zum Opfer<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1661<\/strong> Wiederaufbau der Kirche mit neuem Altar und neuer Kanzel<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1716<\/strong> Neubau der St. Laurentii-Kirche auf altem Fundamenten<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1842<\/strong> Turmerh\u00f6hung um ein Geschoss, Innen- und<br>bis<br><strong>1857<\/strong> Au\u00dfenrenovierung<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1894<\/strong> Aufsetzung eines Turmhelms, Ausbau von Turm- und S\u00fcdportal. Erneute Innenrenovierung mit Ausmalen der Gew\u00f6lbetonne und Einbau von Buntglasfenstern<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1905<\/strong> Orgelneubau hinter altem Prospekt von Arp Schnitger<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1961<\/strong> Innenrenovierung mit Beseitigen der Querempore, der Empore hinter dem Altar, der neugotischen Ausmalung und der Glasfenster<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1980<\/strong> Au\u00dfeninstandsetzung, Turmhelmrenovierung, Innenrenovierung<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2002<\/strong> Turmsanierung<br>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kirche St. Laurentii befindet sich in der&nbsp;Kirchenstra\u00dfe 8, 25524 Itzehoe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadtkirche St. Laurentii im Zentrum von Itzehoe ist das gr\u00f6\u00dfte sakrale Bauwerk der Stadt. 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