29. Mai 2014 · Kategorien: Aktuelles

Fehrsschule2ZISCH – Zeitung in der Schule: Die Klasse 4a der Fehrs-Schule hat sich ausgesucht, im Rahmen dieses Projektes über die Orgel in St. Laurentii zu berichten. Im Zisch-Projekt werden die Schüler zu Journalisten. Denn in dem Projekt lesen sie nicht nur die Zeitung in der Schule, sondern sie dürfen auch für die Zeitung schreiben. Lesen Sie hier die einzelnen Artikel der Klasse 4a:

Pfeifen und Tasten auf zwei Beinenfehrsschule1

Wie wird man eigentlich Kantorin?

fehrsschule3Innenleben einer Orgel

300 Jahre – Geburtstagsfeier rückt näher

12. März 2013 · Kategorien: Aktuelles

Ordination2 (1024x678)Pastor zu sein ist ein wunderbarer Beruf. Das betonte Bischof Gerhard Ulrich am vergangenen Sonntag, als er acht junge Pastorinnen und Pastoren aus dem Sprengel Schleswig und Holstein in der vollen St.-Laurentii-Kirche in Itzehoe ordinierte. „Es ist ein Beruf, der voller Chancen und voller Freiheit steckt“, gab der Bischof den jungen Theologen mit auf den Weg, als er ihnen unter Handauflegung und Segnung die geistlichen Rechte und Pflichten eines Pastors zusprach. Dazu gehören unter anderem der Predigtdienst, die Verwaltung der Sakramente (Taufe und Abendmahl) und die seelsorgerliche Verschwiegenheit sowie die Einhaltung des Beichtgeheimnisses. Der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf und die Innenstadtgemeinde Itzehoe waren Gastgeber der Ordination.Ordination 1 (1024x678)

Ein wunderbarer Beruf – das hieße aber nicht, dass es ein einfacher Beruf sei. „Sie werden jeder Menge Erwartungen begegnen“, sagte der leitende Geistliche der Nordkirche. „Fromm sollen Sie sein, aber nicht so doll. Verändern sollen Sie alles, aber man mag es doch am liebsten so, wie es immer war. Einmischen sollen Sie sich in öffentliche Angelegenheiten, aber raushalten sollen Sie sich schon aus der Politik. Immer bei den Menschen sollen Sie sein – aber gleichzeitig erreichbar im Pastorat.“ Viele Menschen, so gab Ulrich den Ordinanden mit auf dem Weg, würden ihnen aber auch mit großem Vertrauen begegnen. „Und denken Sie dran: Sie als Pastor oder Pastorin sind nicht Autoren des Stücks, das da zur Aufführung kommt. Das ist Gott selbst.“

130310_Ordination_IZ (1024x678)Ordiniert wurden: Alexander Böhm (Christuskirchengemeinde Bordesholm), Barbara Häußler (Kirchengemeinden Burg auf Fehmarn), Nadia Kamoun (Kirchengemeinde Meldorf), Björn Schneidereit (Innenstadtgemeinde Itzehoe), Dennis Pistol (Erlöser-Kirchengemeinde Heide), Dr. Tilman Fuß (Kirchengemeinde Kaltenkirchen), Arne E. Kutsche (Kirchengemeinde Sarau) und Simon Paschen (Kirchengemeinde Bad Schwartau). (Quelle: Nathalie Lux, Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf)

Der Singe-Gottesdienst in St. Laurentii am vierten Advent, 23. Dezember um 10 Uhr, steht unter einem besonderen Thema: Alle sind eingeladen, ab dem 1. Dezember ihre Advents- und Weihnachtsliederwünsche in eine extra dafür aufgestellte Box in der St. Laurentii-Kirche abzugeben. Bis zum 22. Dezember werden die Liederwünsche angenommen. Was sind wohl die beliebtesten acht Lieder? Darauf sind Kantorin Dörthe Landmesser und Pastor Christian Krause sehr gespannt und freuen sich, diese Lieder dann auch am vierten Advent gemeinsam zu singen!

13. August 2012 · Kategorien: Aktuelles

Nach der letzten sehr langen Nacht und der Tatsache, dass das Maximum des aktuellen Sternschnuppenstroms am Nachmittag des 12. August erreicht war, sollte es an diesem Abend nur ein kurzer Blick in den Himmel werden. Der allerdings übertraf alle Erwartungen. (Bilder zum Vergrößern anklicken.)

Hier zunächst 30 Sekunden der Raumstation ISS:

Kurz darauf folgten innerhalb von nur 3 Minuten um 23:16 Uhr und um 23:19 Uhr gleich zwei sehr große und sehr helle Meteore, so genannte Boliden. Nun sind die Augenringe doch noch etwas dunkler geworden, aber es hat sich gelohnt:

12. August 2012 · Kategorien: Aktuelles

Nach dem Venustransit vom 6. Juni 2012 findet zurzeit ein weiteres besonderes Ereignis am Himmel statt: die Tränen des Laurentius. (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.)

Sternschnuppe der Perseiden

Nachdem Laurentius sich geweigert hatte, dem römischen Kaiser Valerian das Versteck der Kirchenschätze zu verraten und sie statt dessen an die Armen verteilt hatte, ließ Valerian ihn am 10. August 258 auf einem glühenden Rost zu Tode foltern. An diesem Abend sollen am Nachthimmel besonders viele Sternschnuppen erglüht sein. Man sagte, es seien die Tränen des Laurentius, der über die Sünden der Menschen weine.

Von der Erde aus gesehen, scheint dieser Sternschnuppenstrom dem Sternbild Perseus zu entspringen. Deshalb wird er „Perseiden“ genannt. Tatsächlich ist der Komet 109P Swift-Tuttle Ursprung der Meteore. Aktuell ist das diesjährige Maximum des Perseidenstroms zu beobachten. In der Nacht von Samstag auf Sonntag (11./12.08.2012) flammte eine halbe Stunde vor Mitternacht am Himmel eine ganz besonders große Feuerkugel auf, ein so genannter Bolide. So etwas bekommt man nur sehr selten zu sehen! In der Nacht erglühten schließlich zeitweise mehrere Sternschnuppen innerhalb weniger Minuten am Firmament, manchmal waren trotz der städtischen Hintergrundbeleuchtung sogar mehrere gleichzeitig zu sehen.

 

Auch ohne Sternschnuppen und trotz der Stadtbeleuchtung bot die Milchstraße am klaren, mondlosen Nachthimmel ein überwältigendes Bild.

Man glaubt kaum, wie viele Flugzeuge und Satelliten am Himmel unterwegs sind und ihre Spuren hinterlassen.

 

Etwa ab 2.30 Uhr schob sich das wie Diamanten funkelnde Siebengestirn der Plejaden zu den Sternschnuppen ins Blickfeld.

In der Morgendämmerung wurde es ab 4.00 Uhr schließlich zu hell für Sternschnuppen und Milchstraße. Dafür bot nun die Reihe aus Venus, Mondsichel und Jupiter einen imposanten Anblick.

07. Juni 2012 · Kategorien: Aktuelles

Im Laufe der Nacht zum 6. Juni 2012 war ein besonderes Ereignis am Morgenhimmel zu beobachten. Die Venus wanderte an der Sonne vorbei. In Itzehoe gehörte man zu den wenigen Glücklichen, die das Schauspiel beobachten konnten.

Die Wettervorhersagen für den Morgen schwankten von sonnig mit wenigen Wolken über hohe Wolkenschleier bis hin zu komplett bewölkt. Außerdem kann der Himmel bei Sonnenaufgang noch blau sein, während es schon kurze Zeit später wie aus Eimern schüttet. Um also schon den Sonnenaufgang mit der Venus beobachten zu können, war ein möglichst hoch gelegener Standort gesucht, so dass die Sonne nicht erst über Häuserschluchten klettern muss. Wo sollte es in Itzehoe so einen Standort geben, wenn nicht auf dem Turm von St. Laurentii?

Also wurde am Abend die Ausrüstung zusammengepackt und der Wecker auf kurz nach 3 Uhr gestellt. Eine Stunde später waren Fernglas und Kamera auf dem Kirchturm einsatzbereit. Jedenfalls wenn man davon absieht, dass die Kamera samt Objektiv vom Stativ gefallen ist und erst durch mehrfaches Schütteln, beherztes Draufklopfen und gutes Zureden wieder zur Mitarbeit bewegt werden konnte. Das war nach all der Vorbereitung ein Riesenschreck, aber da alles schließlich gut ausgegangen ist, kann man jetzt darüber lachen und hat etwas zu erzählen…

Bei gefühlten 5 Grad Celsius war es dort oben ziemlich windig, aber für diesen Fall waren Mütze und Fleecejacke eingepackt. Der Blick nach Nordosten zeigte zartrosa Wolkenschleier. Ein Aufleuchten am Horizont kündigte den bevorstehenden Sonnenaufgang an. Allein dieser Anblick war den Aufstieg und die Schlepperei schon wert. Der Blick nach Süden verhieß allerdings nichts Gutes, dichter Dunst zog auf. Sobald um 05:02 Uhr die Sonne in allerschönstem Rot über die Baumwipfel am Horizont lugte, war der Finger auf dem Auslöser der Kamera. Solange die Sonne es noch nicht ganz über die Bäume geschafft hatte, konnte noch ohne Filter fotografiert werden. Mit zunehmender Helligkeit der aufsteigenden Sonne kam sowohl für die Beobachtung mit dem Auge als auch für die Fotografie der extra aus Sonnenschutzfolie gebastelte Filter zum Einsatz.

Es war einfach überwältigend, tatsächlich das kleine schwarze Venusscheibchen vor der Sonne zu sehen. Um 06:54 Uhr war das Schauspiel vorüber. Es war schon beinahe ein unverschämtes Glück, dass der Dunst und der Kondensstreifen eines Flugzeugs erst genau zu dem Zeitpunkt die Sonne verdeckten, als die Venus sie gerade eben verlassen hatte. Fast zwei Stunden lang Zeuge zu sein, wie ein anderer Planet seine Bahn um die Sonne zieht – wer könnte darüber nicht staunen?

Wer den Transit nicht beobachten konnte, hat am 9. Mai 2016 die nächste Chance. Dann wird Merkur an der Sonne vorbeiziehen. Ein Venustransit findet erst wieder im Jahr 2117 statt.