26. Mai 2020 · Kategorien: Aktuelles

Nach den Sommerferien beginnt in der Ev.-Luth. Innenstadtgemeinde ein neuer Konfirmandenjahrgang mit dem Unterricht.

Jugendliche, die zum Konfirmationstermin Frühjahr 2022 mindestens 14 Jahre alt sind, können sich in Begleitung eines Erziehungsberechtigten im Büro der Kirchenstraße 10 melden.

Mitzubringen sind das Familienstammbuch bzw. die Geburtsurkunde und eventuell die Taufurkunde. Jugendliche, die noch nicht getauft sind, können ebenfalls zum Unterricht angemeldet werden.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass das Büro nur mit Mund-Nasen-Schutz betreten werden darf.

24. Mai 2020 · Kategorien: Aktuelles

Ab jetzt wieder jeden Donnerstag um 11 Uhr in St. Laurentii – 25 Minuten Atempause für die Seele

23. Mai 2020 · Kategorien: Aktuelles

“Kyrill” hieß der legendäre Sturm, der vor dreizehn Jahren über Europa hinweg fegte, das öffentliche Leben kurzzeitig zum Erliegen brachte und in den Wäldern die Bäume zu Hunderttausenden entwurzelte. Der “Sturm”, der jetzt seit Wochen über uns hinwegbraust und tost, hat viele Namen. “Corona”, “Pandemie”, “Kontaktverbot”, “Isolation”, “Einsamkeit”, “Übersterblichkeit”, “Angst” und so manche andere. Anders als bei “Kyrill” scheint die Windstärke auch nicht abzunehmen, werden die vielfältigen Verunsicherungen eher stärker, krude Verschwörungstheorien breiten sich auch, Gegner und Befürworter der jeweiligen politischen Schritte stehen sich gegenüber. Und blasen sich den “Sturm der Entrüstung” gegenseitig ins Gesicht.

Wenn Stürme tosen, kommt es bei Bäumen auf das Wurzelwerk an. Und worin es gründet. Je kräftiger die Wurzeln und je fester das Erdreich, in dem die Wurzeln Halt, Wasser und die lebensnotwendigen Nährstoffe finden, desto größer die Chance, daß ein Baum einen Sturm übersteht. Auch bei uns Menschen kommt es auf unsere Wurzeln an und worin sie Halt finden. Schon im Alten Testament wird das Bild des Baumes auf uns Menschen übertragen: Wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, so ist der, der seine Zuversicht auf Gott setzt und sich an ihm und seinen Worten orientiert, so heißt es im 1. Psalm. Gott und seine Worte sind also der Wurzelgrund, in dem wir Halt finden können. Wenn der eine dies sagt, der andere das, und wir erleben, daß wir uns innerlich hin- und hergezerrt fühlen von Meinungen, Unsicherheiten, Erwartungen.

Im Epheserbrief des Neuen Testaments wird der Grund, in dem unsere Wurzeln Halt finden, mit einem einzigen Wort bezeichnet: Liebe. Ihr seid in der Liebe eingewurzelt und gegründet. (Eph 3,17) In der, die uns Gott gezeigt hat durch Jesus Christus, der das Bild der Liebe Gottes unter uns ist. Und in der, die sein Heiliger Geist als größte der Kräfte in uns wirken will. Vielleicht können wir uns einfach vorstellen, daß unsere Wurzeln direkt in die Liebe hineinreichen – und wie ein Baum durch seine Wurzeln Wasser und Nährstoffe in seine Adern zieht -, so gelangt die Liebe in unsere Seele, unseren Geist, unser Herz. Und wir können sie weitergeben durch das, was wir sagen, tun, wie wir miteinander umgehen, gerade auch in den Auseinandersetzungen und Herausforderungen dieser Tage.

Wenn unsere Wurzeln festen Halt in dem Wurzelgrund der Liebe Gottes haben, dann heißt das auch: Wir wissen um unseren Wert als geliebte Kinder Gottes, der an nichts sonst hängt, auch nicht an Alter, Gesundheitszustand und Systemrelevanz. Wir können standhalten, widerstehen, wo diese Einsicht infrage gestellt wird, wir können einstehen dafür, daß die Liebe das Maß aller Dinge ist und bleibt. Wenn unsere Wurzeln festen Halt haben, dann können wir auch anderen Halt geben. Und weitersagen: Ihr seid in der Liebe Gottes eingewurzelt. Mögen die Stürme noch so tosen.

Pastorin Dr. Wiebke Bähnk

13. Mai 2020 · Kategorien: Aktuelles
spielt noch täglich bis zum Pfingstsonntag, 31. Mai, im Anschluss an das Glockenläuten um 18 Uhr
11. Mai 2020 · Kategorien: Aktuelles

 

Tickets für den nächsten Kino-Gottesdienst am 17. Mai gibt es hier

Im Mittelpunkt steht  der Film “Vaya con Dios”, musikalisch begleitet vom Bläserquartett des Posaunenchors der ISG

11. Mai 2020 · Kategorien: Aktuelles
Herzlichen Dank an die Bläser für ihren täglichen Einsatz! – bis zum Pfingstsonntag am 31. Mai täglich um 18:05 Uhr im Anschluss an das Abendgeläut zu hören
09. Mai 2020 · Kategorien: Aktuelles

Am Sonntag, 10. Mai, 10.00 Uhr sind die Kirchentüren wieder zum Gottesdienst geöffnet. 80 Personen dürfen in St. Laurentii gemeinsam feiern. Für alle Schutz- und Hygienemaßnahmen ist gesorgt, die Plätze, die genutzt werden dürfen, sind mit einem einladenden “Herzlich willkommen”-Schild gekennzeichnet. Eine Liste für alle Mitfeiernden liegt aus. Für Fragen stehen mehrere Mitglieder des Kirchengemeinderates und unseres Küsterteams bereit. Allen, die es möglich machen, daß wir alle Vorgaben für den Gottesdienst erfüllen können, herzlichen Dank!

Am Donnerstag, 14. Mai, 11.00 Uhr starten wir bereits mit der “Musik zur Marktzeit”, einer halbstündigen “Atempause für die Seele” mit Orgelmusik von Kantorin Dörthe Landmesser und Wort und Gebet von Pastor Felix von Gehren-Leweke und Pastorin Dr. Wiebke Bähnk. Jeden Donnerstag um 11.00 Uhr sind Sie in den kommenden Monaten herzlich willkommen in St. Laurentii.

Auch für Stilles Gebet und Besichtigung wird die Kirche in den kommenden Wochen wieder geöffnet sein. Die Zeiten werden noch bekannt gegeben. Herzlichen Dank an unser Kirchenhüterteam für die Bereitschaft, die Kirchentüren auch dafür wieder offen zu halten.

09. Mai 2020 · Kategorien: Aktuelles
Ökumenisches Gebet am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus
Foto: Michael Legband

75 Jahre nach Kriegsende bringen wir unsere Klage vor Gott, unsere Trauer, unseren Dank und unsere Hoffnung:

Unser Gott, wir denken heute an die Opfer des ersten und des zweiten Weltkrieges, an die unzählbaren Menschen, die durch Kriegshandlungen starben, als Soldaten und Zivilisten, in Gefangenschaft, durch Vertreibung und Flucht. Wir denken an die Menschen, die verfolgt, gequält und ermordet wurden, an die Juden, die Sinti und Roma, die Homosexuellen, die Politisch Andersdenkenden, die körperlich und geistig Behinderten.
Wir bitten dich: Höre unsere Klage über das unermeßliche Leid, das von Deutschen über sie gebracht wurde. Schaffe ihnen Gerechtigkeit, wehre ihrer Verhöhnung durch Vergessen, Gleichgültigkeit und Relativierung. Wir bitten dich um Kraft und Mut, dass wir nicht wegsehen und schweigen, wenn sie erneut Hass und Beschimpfungen ausgesetzt sind.

Unser Gott, wir denken heute an die Menschen, die ermordet wurden, weil sie gegen die Gewaltherrschaft Widerstand leisteten, weil sie an ihren Überzeugungen und ihrem Glauben festhielten.
Wir denken heute an die Menschen, die der Krieg entwurzelte, an die Kinder, die allein zurückblieben, an die Menschen, die an Leib und Seele zutiefst verwundet wurden, ihren Familien und sich selbst fremd.
Wir trauern mit ihnen und bitten dich: Höre unsere Klage über ihr Leid.

Unser Gott, undenkbares Leid ist von Deutschen ausgegangen, von Tätern und Mitläufern, von Opportunisten, Wegsehern und den vielen, die in einem System, gebaut aus Angst und Gewalt, den Kopf und die Stimme nicht erhoben.
Wir bitten dich: Hilf, dass nie wieder Menschen diese Wege des Hasses und der Menschenverachtung gehen, dass Angst und Gewalt ihre Macht verlieren vor der Kraft des Friedens, der von dir ausgeht.

Unser Gott, nur noch wenige Menschen gibt es, die von den Schrecken des Krieges, der Konzentrationslager, der Flucht erzählen können.
Wir bitten dich: Lass uns auf sie und ihre Erinnerungen hören, lass sie uns weitergeben, damit auch die nachfolgenden Generationen lernen, Krieg und Gewalt zu verabscheuen.

Unser Gott, wir haben erlebt, wie die Mauer fiel, Ost- und Westdeutschland wiedervereinigt wurden. Wir haben erlebt, dass Israel und Deutschland sich begegnen können, dass es politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit gibt und seit Jahrzehnten unzählige Zeichen der Versöhnung einzelner. Wir erleben, dass in Europa die ehemaligen Kriegsgegner trotz aller Herausforderungen gemeinsam an einer Zukunft arbeiten.
Dafür danken wir dir und bitten dich, schenke uns Verständnis füreinander und Geduld miteinander, damit wir in weiter einer Gemeinschaft leben können, die aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und in der soziale Gerechtigkeit und Solidarität möglich sind. Lass uns die Mauern, die gefallen sind, nicht an anderer Stelle wieder aufrichten, lass uns aufmerksam sein und widerständig, wo Grenzen wieder hochgezogen werden.

Wir denken an die Opfer der Kriege unserer Tage, an die Opfer von Gewaltherrschaften und politischer und religiöser Verfolgung, an Kinder, Frauen und Männer, die ihr Leben, ihre Gesundheit, Heimat und Lebensgrundlage verlieren, an die unzähligen Flüchtlinge, die auf der Suche nach einer Heimat und einer besseren Zukunft auf dem Weg über das Mittelmeer ums Leben kommen.
Wir trauern um sie.
Und wir bitten dich: Lass uns nicht wegsehen, schenke uns Tatkraft und Bereitschaft denen zu helfen, die unter Gewalt und Krieg leiden, die zu uns kommen auf der Suche nach einem Ort des Friedens für sich und ihre Familien. Stärke unsere Hoffnung auf den Frieden, dass wir angesichts der großen Herausforderungen nicht aufgeben. Erfülle uns mit deinem Geist, dessen Frucht der Friede ist; mach uns zu Werkzeugen deines Friedens.
Amen

08. Mai 2020 · Kategorien: Aktuelles

Der 8. Mai ist ein Tag des Gedenkens, der Erinnerung, der Trauer, der Mahnung. Und auch der Dankbarkeit. Vor 35 Jahren, am 40. Jahrestag des Kriegsendes, sagte Bundespräsident Richard von Weizsäcker:
“Der 8. Mai ist für uns Deutsche kein Tag zum Feiern. Die Menschen, die ihn bewusst erlebt haben, denken an ganz persönliche und damit ganz unterschiedliche Erfahrungen zurück. Der eine kehrte heim, der andere wurde heimatlos. Dieser wurde befreit, für jenen begann die Gefangenschaft. Viele waren einfach nur dafür dankbar, dass Bombennächte und Angst vorüber und sie mit dem Leben davongekommen waren. Andere empfanden Schmerz über die vollständige Niederlage des eigenen Vaterlandes. Verbittert standen Deutsche vor zerrissenen Illusionen, dankbar andere Deutsche vor dem geschenkten neuen Anfang.”

Für Millionen Menschen war am 8. Mai 1945 der Krieg vorüber, aber eine jede, ein jeder erlebte es anders, was das für ihn oder sie hieß. Als 20 Jahre nach Kriegsende Geborene habe ich mir erzählen lassen von meinen Eltern, von anderen Familienmitgliedern, von älteren Freunden, wie sie den Krieg und das Kriegsende erlebt haben. Und ich habe Erinnerungen gelesen. In denjenigen der Politikerin Hildegard Hamm-Brücher fand ich diese Worte: “Ich weiß noch genau, dass sich wildfremde Menschen mit Tränen in den Augen um den Hals fielen… Nie wieder in meinem Leben habe ich so intensiv gefühlt, was es heißt, weiterleben zu dürfen – frei leben zu dürfen -, ohne Ängste in unendlicher Dankbarkeit und in der unerschütterlichen Hoffnung auf eine bessere Zukunft.”


Heute ist das Kriegsende in Europa 75 Jahre her. Bei aller berechtigten Kritik an politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland und Europa – Wir haben an einer besseren Zukunft teil, seit siebeneinhalb Jahrzehnten. An Demokratie und Freiheit. Die dritte Generation ist herangewachsen. Meine Töchter gehören dazu. Sie sind auch schon erwachsen und kennen nicht nur den Krieg, sondern auch die unmittelbare Kriegsfolge, das geteilte Deutschland, nur noch aus Erzählungen und Geschichtsbüchern. Und sie sind die dritte Generation, die nicht mehr hat lernen müssen, was es heißt, im Krieg zu leben.


Die Errungenschaften des Friedens, die Versöhnung und Verständigung der ehemaligen Kriegsgegner in Europa, sind nicht ungefährdet; das erleben wir in diesen Wochen. Bundestagspräsident Wolfgang Schäube hat gesagt: “Aus dem Kriegsende folgt die Verpflichtung für Europa.” Ebenso erleben wir eine ungekannte Einschränkung der Grundrechte durch die Corona-Pandemie, die uns aber zugleich mehrheitlich ihren unschätzbaren Wert wahrnehmen und dafür einstehen lässt. Und wir erleben eine diskurs- und handlungsfähige Demokratie, die ohne den 8. Mai 1945 nicht denkbar wäre.


Drei Generationen, die im Frieden leben dürfen, ein wiedervereintes Deutschland, ehemalige Gegner, die trotz allem noch immer gemeinsam für den Frieden einstehen, die Möglichkeit von Heimat in diesem Land für die, die sie 1945 verloren haben und auch für viele, die sie seitdem verlieren: Das ist für mich Grund für tiefe Dankbarkeit. Dankbarkeit ist die wesentliche Grundlage für Wertschätzung. Dankbarkeit für den Frieden allein ist die Voraussetzung, dass wir erkennen, welch unermeßlicher Wert er ist, dass wir uns für den Frieden einsetzen als die einzige wirkliche Lebensmöglichkeit für uns und alle Menschen. Was es dazu braucht, das hat Richard von Weizsäcker vor 35 Jahren mit eindrücklichen Worten gesagt:

“Ehren wir die Freiheit.
Arbeiten wir für den Frieden.
Halten wir uns an das Recht.
Dienen wir unseren inneren Maßstäben der Gerechtigkeit.
Schauen wir am heutigen 8. Mai, so gut wir es können, der Wahrheit ins Auge.”

Pastorin Dr. Wiebke Bähnk

06. Mai 2020 · Kategorien: Aktuelles
Herzlich willkommen in St. Laurentii

“Tut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes Haus mich ein…”. Nach neun Wochen ohne gemeinschaftlich gefeierten Gottesdienst in St. Laurentii, ohne unmittelbare Begegnung im Gottesdienst, ohne Lächeln und stärkende Worte von Mensch zu Mensch, ohne gemeinschaftliches Gebet an einem Ort freuen wir uns nun sehr, am Sonntag, 10. Mai, um 10.00 Uhr wieder zusammen feiern zu können. Die Predigt hält Propst Dr. Thomas Bergemann.

In der Kirche ist alles so vorbereitet, daß alle Mitfeiernden bestmöglich geschützt sind; es gibt Abstandsmarkierungen, markierte Sitzplätze, die Möglichkeit zur Handdesinfektion. Alle Teilnehmenden bitten wir um Einhaltung der vom Land Schleswig-Holstein vorgegebenen Richtlinien:

Bitte halten Sie zwei Meter Abstand zu anderen Gottesdienstbesuchern. Ausnahme: Personen, die in einem Hausstand leben.

Bitte tragen Sie einen Mund-Nase-Schutz.

Nutzen Sie bitte die Möglichkeiten der Handdesinfektion, die in der Kirche gegeben sind.

Bitte tragen Sie sich in die Liste der Teilnehmenden ein.

Gemäß den entsprechenden Vorschriften des Landes Schleswig-Holstein für die Anzahl der Mitfeiernden können in St. Laurentii 80 Personen teilnehmen. Wir freuen uns auf Sie!