Die Musikgruppen waren aktiv! Jeden Tag vom 29. November bis zum 6. Januar gibt ein Türchen mit Musik. Jeden Tag ein Türchen mit Mitgliedern aus den kirchenmusikalischen Gruppen der Region. Zu sehen und zu hören unter www.itzehoer-adventskalender.de oder das Tagesaktuelle hier auf unserer Seite. Von Klassik bis Pop, von Ukulele bis Blockflöte, von Band bis Posaunenchor – und natürlich viel Gesang!

Die Bläser der Innenstadtgemeinde legen wieder los! Jeden Abend im Advent im Anschluss an das Abendgeläut um 18 Uhr. Vom 29. November bis zum 23. Dezember.

“Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen.” Mehr als 1200 Jahre ist der gregorianische Choral alt, der mit diesen Worten beginnt: Media vita in morte sumus. Ausdruck des Wissen um unsere Vergänglichkeit und Sterblichkeit. Vielleicht ist uns dieses Wissen unter dem Eindruck der Pandemie bewusster noch geworden als in den vergangenen Jahren. Rainer Maria Rilke hat wunderschön-traurige Worte dafür gefunden:
“Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
… Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.”
“Es ist in allen.” Wir wissen um unsere Vergänglichkeit. Um die unserer Mütter und Väter, Partnerinnen und Partner, unserer Geschwister, unserer Freunde. Um unsere eigene. Ja, sogar um die unserer Kinder. Und doch: Was der Kopf weiß, kann das Herz nur schwer fassen. Um dieses Wissen auszuhalten, mehr noch um die Erfahrung der Vergänglichkeit bei denen, die wir lieben, und bei uns auszuhalten, braucht es Hilfe, braucht es Halt und Trost.
Rilke hat diesen Trost in zwei wunderschöne Zeilen gefasst:
“Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.”

Einer ist da, der all unser Fallen, all unser Sterben und Vergehen und auch all das, was dann für uns kommt, in seinen Händen hält. Der uns in seinen Händen hält. Sie ergreift und uns dorthin leitet, wo uns nichts, aber auch gar nichts mehr von ihm und seiner Liebe trennen kann und wir auf ewig geborgen sind bei ihm. Mit dem 139. Psalm können wir diese Zuversicht im Gebet ausdrücken: Mein Gott, von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über. Führe ich gen Himmel, so bist du da, und bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. Und nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich halten und deinen Rechte mich führen. Und Jesus Christus, der uns ein für allemal gezeigt hat, daß nach dem Tod Leben auf uns wartet, hat uns gesagt: Ich bin der gute Hirte… Und meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. (Joh 10,27f) Einer ist da. Und niemand wird uns aus Seiner Hand reißen. Auch der Tod nicht.

Pastorin Dr. Wiebke Bähnk

Am Ewigkeitssonntag, 22.11.2020, laden wir um 10.00 Uhr zum Gottesdienst nach St. Laurentii ein. Wir gedenken in diesem Gottesdienst der Menschen, von denen wir in der Gemeinde Abschied genommen haben. Ihre Namen werden genannt, ein Licht wird für sie entzündet zum Zeichen der Hoffnung, dass sie nun ins Licht Jesu Christi gegangen und dort in Ewigkeit geborgen sind.

Auf Grund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie bitten wir für diesen Gottesdienst um vorherige Anmeldungtelefonisch unter 04821/676210 oder per Mail unter innenstadt-sued@kirche-itzehoe.de. Zur Zeit dürfen unter Wahrung aller Hygienevorschriften bis zu 100 Personen in die St. Laurentii-Kirche.

Um möglichst vielen Menschen gerade in diesen Zeiten die Möglichkeit zu geben, am Ewigkeitssonntag einen Moment der Einkehr und des Gebets zu haben, laden wir zusätzlich noch zu einer Andacht um 17.00 Uhr in die St. Laurentii-Kirche (ohne Verlesung der Namen der Verstorbenen) ein. Wir entzünden noch einmal die Kerzen, hören Musik und Gedanken zum Tag und beten gemeinsam für alle Verstorbenen und Trauernden.

Abschiednehmen und Trauern sind persönliche Wege, die jeder Mensch auf je eigene Weise geht. Möge Sie darin aber eine gemeinsame Hoffnung trösten:

Du kannst nicht tiefer fallen
als nur in Gottes Hand,
die er zum Heil uns allen
barmherzig ausgespannt.

Wir sind von Gott umgeben
auch hier in Raum und Zeit
und werden in ihm leben
und sein in Ewigkeit.

Ein wunderbares Weihnachtsgeschenk: Die neu aufgelegte Publikation „Musiktraditionen in St. Laurentii”. Über 15 Jahre ist es her, dass Musikwissenschaftler Prof. Dr. Konrad Küster mit Unterstützung des damaligen Laurentii-Kantors Hartmut Bethke die vielfältige Geschichte der Musiktraditionen in St. Laurentii in einer Broschüre dargestellt hat. Seit langer Zeit ist die damalige Auflage vergriffen, mittlerweile gibt es neue Erkenntnisse und Forschungsergebnisse und auch die Geschichte der Chortraditionen hat einen eigenen Schwerpunkt bekommen. Passend zum Jubiläumsjahr – 300 Jahre Arp Schnitger Orgel, 100 Jahre Kantorei St. Laurentii – ist nun die überarbeitete, aktualisierte und neu gestaltete Auflage der „Musiktraditionen in der Itzehoer St. Laurentiikirche“ erschienen. Erhältlich ist die Broschüre zum Preis von 12 € in der Buchhandlung Känguruh (Feldschmiede) oder im Kirchenbüro, Kirchenstraße 10.

Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen. (Mt 5,9) Diese Worte Jesu aus der Bergpredigt stehen über dieser Woche. Wir hören von islamistischem Terror in Wien und anderswo, von Gewalt gegen Demonstrierende in Weißrussland. Von gewalttätigen Ausschreitungen bei der Demonstration der Corona-Leugner in Leipzig, von Angriffen auf Journalisten und Polizisten. Und gleich nebenan, in der Kirchenstraße in Itzehoe, schreien sich Menschen an, die unterschiedlicher Auffassung über die Maskenpflicht sind. Unversöhnlichkeit breitet sich aus, ein stures und starres Gegeneinander, verbale Gewalt. Und zwischen Worten und Taten liegt manchmal nur ein kleiner Schritt.

Mitten hinein in diesen epidemisch wirkenden Unfrieden hören wir Jesu Worte von den Friedensstiftern, die Gottes Töchter und Söhne heißen. Dem Wortsinn nach spricht Jesus hier von Friedensmachern, von Menschen, die Frieden schaffen, durch ihre Worte und ihre Taten. Indem sie versöhnlich und versöhnend wirken, Gräben überbrücken und Mauern einreißen, Worte der Verbundenheit und des Respektes verwenden, nicht der Abgrenzung und Entwertung. Worte, wie sie in diesen Tagen der designierte 46. Präsident der USA in seiner Rede fand, in der er betonte, seine politischen Gegner und er seien keine Feinde. Es sei die Zeit, die Trennungen aufzuheben, die Verbundenheit wahrzunehmen, einander zu sehen, aufeinander zu hören, einander zu achten. In diesen Worten klingt die tiefe Sehnsucht nach Frieden mit, aber auch die Hoffnung, daß Frieden machbar ist: It’s a decision, it’s a choice we make. Es ist eine Entscheidung, eine Wahl, die wir treffen.

Frieden zu stiften ist aber nun keinesfalls nur eine Aufgabe von einigen wenigen, die an prominenten Positionen sitzen. Frieden fängt bei jedem und jeder von uns an. Und nicht erst in unseren Worten und Taten, sondern schon in unserem Inneren. Luther hat die Worte Jesu übersetzt mit Selig sind die Friedfertigen. Friedfertigkeit ist eine Gesinnung, eine innere Haltung, wenn man so will, die Voraussetzung für das Friedenstiften. Und sie erwächst aus dem Frieden, den wir in uns erfahren, mit uns und unserem Sosein, auch mit den eigenen Schattenseiten und Grenzen. Wer sich vom Gott des Friedens angenommen weiß, ganz und gar, braucht seine Identität nicht durch Abgrenzung, Feindschaft und Streit zu bestimmen. Wer sich vom Heiligen Geist, der ein Geist des Friedens ist, innerlich erfüllen und bewegen lässt, lebt aus dieser Kraft und kann sie ausstrahlen. Durch eine Haltung, die um die verschüttete und zerrüttete Verbundenheit zwischen uns Menschen (und auch zwischen allen Geschöpfen) trauert und sich nach ihrer Wiederherstellung sehnt. Durch den Blick, der auch in dem, der mir zutiefst fremd ist, noch Menschenschwester und -bruder sieht. Durch Worte, die nicht öl ins Feuer gießen, sondern es zu löschen helfen, durch alles Tun, das verbindet, versöhnt und heilt. Und durch das Bewahren der großen Hoffnung, daß Frieden auch Gottes letztes Wort für uns ist und bleiben wird. Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht Gott, Gedanken des Friedens, nicht des Leides, daß ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. (Jer 29,11)

Pastorin Dr. Wiebke Bähnk

Auch wir wollen dazu beitragen, die weitere Verbreitung des SARS-CoV-2 zu verhindern. Ziel ist es, durch weitestgehende Reduzierung aller Kontakte die sprunghaft ansteigende Zahl der Neuinfektionen deutlich zu senken und in der Folge schwere Erkrankungen und die Überlastung der Intensivstationen zu vermeiden. Deshalb pausieren bis Ende November erst einmal folgende Angebote der Innenstadtgemeinde: Musikalische Gruppen (Kükenchor, Flötengruppen, Kantorei, Posaunenchor und Orchester), Bibelkreis, Seniorenkreise, Gehen in Gemeinschaft, Konfirmandenunterricht. Ebenso fällt die Gemeindeversammlung am 8.11. aus.

Zu unseren Gottesdiensten laden wir aber weiterhin herzlich ein. Wir bitten alle Mitfeiernden nachdrücklich, die Abstands- und Hygieneregeln zu beachten und in der Kirche auch während des Gottesdienstes den Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Zur Zeit dürfen unter Wahrung aller Vorschriften bis zu 100 Personen am Gottesdienst in St. Laurentii teilnehmen. Für den Gottesdienst am Ewigkeitssonntag mit der Verlesung der Verstorbenen, 22.11., 10.00 Uhr, und für die Andacht am Ewigkeitssonntag, 22.11., 17.00 Uhr, in St. Laurentii, bitten wir um Anmeldung unter 676210. Statt des Taizé-Gottesdienstes, 15.11., 18.00 Uhr, ist St. Ansgar zum Gebet geöffnet.

Mitglieder unseres KüsterInnen-Teams –
heißen mit Abstand und Maske alle herzlich willkommen im Gottesdienst

Ebenso sind wir natürlich jederzeit zu Seelsorge und geistlicher Begleitung bereit:

Pastorin Dr. Wiebke Bähnk 4370286

Pastor Felix von Gehren-Leweke 9574979

26. Oktober 2020 · Kategorien: Aktuelles

Leider muss das große Chorkonzert mit der Aufführung von Karl Jenkins’ Stabat Mater am 22. November abgesagt werden.

Hierbei handelte es sich um ein Nachhol-Konzert (ursprünglicher Termin war der 29. März 2020). Bereits gekaufte Karten können im Kirchenbüro zurückgegeben werden und werden erstattet.

13. Oktober 2020 · Kategorien: Aktuelles

Am Sonntag, 18.10.2020, feiern wir um 10.00 Uhr in St. Laurentii einen zweisprachigen Gottesdienst. Den plattdeutschen Teil gestaltet Marianne Ehlers, Vorsitzende der Fehrs-Gilde, den hochdeutschen Teil übernimmt Pastorin Dr. Wiebke Bähnk. Die musikalische Gestaltung liegt in den Händen von Dennis Lorenzen.

02. Oktober 2020 · Kategorien: Aktuelles

Am Sonntag, 4.10.2020, 10.00 Uhr, feiern wir Gottesdienst zum Erntedank und zum Abschluß der Interkulturellen Woche unter dem Motto “Mit offenen Augen”. In diesem Gottesdienst heißen wir auch unseren neuen Gemeindepädagogen Jan-Lennart Boje herzlich willkommen in der Gemeinde. Der Gottesdienst wird vorbereitet und gestaltet von Dörthe Landmesser, Silker Scherer (Gesang), Christiane Tohsche (Lesung), Karin Lewandowski, Susann Chaberny und Ulrike Kohlmann (Verantwortliche für die Interkulturelle Woche) und Pastorin Dr. Wiebke Bähnk.

Im Anschluß an den Gottesdienst laden wir ein zu einem Picknick-Konzert mit dem Posaunenchor der Innenstadtgemeinde unter Leitung von Dörthe Landmesser. Wer mag, bringt sich eine Decke und etwas zu essen mit; Kaffee, Tee und Wasser stehen bereit.