Weil die Erinnerung nicht aufhören darf…
Sonntag, 8.11.2026
17.00 Uhr
St. Laurentii – Itzehoe
Lesung zum Gedenken an die Reichspogromnacht am 9.11.1938
Manfred Eisner, der als Fünfjähriger mit seiner Mutter aus Deutschland nach Bolivien entkommt, liest aus seinen Erinnerungen
“Verhasst – geliebtes Deutschland – Chronik einer deutschen jüdischen Familie”.
Mit Wortbeiträgen von
Michael Legband, Journalist, Autor und Mahnmal-Chronist – “Das Mahnmal – 75 Jahre gegen das Vergessen”
Propst Steffen Paar
Pastorin Dr. Wiebke Bähnk
Musikalische Gestaltung: Dörthe Landmesser, Klavier, und Wolfgang Turkat, Violine
Zu Manfred Eisner:
Manfred Eisners Leben und das seiner Familie war seit der Reichsprogromnacht ernsthaft bedroht. Kurz darauf wurde sein Vater in das Konzentrationslager Dachau verschleppt, dem er glücklicherweise entkommen konnte. Nachdem der Vater nach England flüchten konnte, machte sich die Familie auf, dem Terrorsystem der Nazis zu entkommen. Es begann eine dramatische Flucht, die schließlich in Bolivien endete. Mutter und Vater Eisner überlebten zusammen mit dem Sohn Manfred im Exil. Viele andere Familienangehörigen verloren ihr Leben in Konzentrationslagern. Manfred Eisner hat sich intensiv mit der Geschichte seiner Familie auseinandergesetzt und beschreibt in seinem Buch auch die Rückkehr nach Deutschland und die Konfrontation mit der „Welt der Täter.
Zu Michael Legband:
Der aus Itzehoe stammende Kieler Journalist und Autor beschäftigt sich seit mehr als vier Jahrzehnten mit dem ersten Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Nordeuropa. Er hat mehrere Bücher zu dem Thema veröffentlicht und als Gastautor in Zeitungen und Zeitschriften immer wieder die besondere Geschichte der kleinen, lesbaren und symbolhaften Gedenkanlage beschrieben. Aus Anlass des 50. Jahrestages des Mahnmals 1996 legte Legband den Dokumentarfilm „Das Mahnmal – erbaut, verdrängt, wiederentdeckt“ vor, der mehrfach im NDR-Fernsehen gezeigt wurde. Zum 75-jährigen Bestehen des Denkmals erschien das Buch „Das Mahnmal – 75 Jahre gegen das Vergessen“.












