13. Oktober 2020 · Kategorien: Aktuelles

Zwei Apfelbäumchen haben wir gepflanzt. An der Südseite der St. Laurentii-Kirche, wo sie Sonne bekommen. Die Bäume sind ein Geschenk des Kirchenkreises an die Innenstadtgemeinde. So wie wir haben am Sonntag viele Gemeinden, Kindergärten und andere kirchliche Einrichtungen einen oder zwei Bäume geschenkt bekommen. Danke! Für mich ist es das erste Mal, daß ich einen Apfelbaum pflanze. Ich male mir sofort aus, wie wunderschön die Bäumchen blühen werden. Und denke daran, daß nichts so lecker schmeckt wie ein gedeckter Apfelkuchen. Bis es so weit ist, dauert es aber vermutlich noch einige Zeit. Doch der Anfang ist gemacht.

Einen Apfelbaum zu pflanzen, natürlich auch einen anderen Obstbaum, macht einfach Freude. Weil in dem Bäumchen eine Verheißung liegt. Was heute gepflanzt, gepflegt und gehegt wird, kann morgen mit seinen Blüten meinen Tag verzaubern, kann übermorgen Frucht tragen. Und das oft sogar für richtig viele Menschen. In einem Apfeljahr können Gärtner davon ein Lied singen, wie vielen Freunden und Nachbarn sie Äpfel schenken, Apfelgelee oder Saft. Wenn ich einen Apfelbaum pflanze, kann es auch geschehen, daß ich selbst keine der Früchte mehr genieße. Daß sie erst denen schmecken, die nach mir kommen, meinen Kindern, Enkeln, Urenkeln. Dass erst sie im Schatten seiner Krone sitzen oder ihre Schaukel an den stärksten Ast hängen. In dem Bäumchen liegt also auch die Fürsorge für die kommende Generationen, für ein lebenswertes Morgen.

In einer Zeit großer Krise, als das Volk Israel nach Babylon weggeführt war, fernab der Heimat und unglücklich im Exil, forderte der Prophet Jeremia die Israeliten auf: Pflanzt Gärten und esst ihre Früchte. Eine Lebensgrundlage sollten sie sich dort schaffen, zugleich damit Verantwortung für die Stadt, in der sie nun lebten, und die Menschen dort übernehmen: Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl, (Jer 29,7) so werden die Israeliten aufgefordert. Einen Garten haben wir (noch) nicht gepflanzt. Aber zwei Apfelbäumchen sind schon mal ein Zeichen für die Bereitschaft. Verantwortung zu übernehmen. Für ein kleines Stückchen Lebensraum im wahrsten Sinne des Wortes, Lebensraum mitten in der Stadt, in dem Menschen aufatmen, Ruhe finden und, ja, Nahrung für die Seele und den Leib. Und nicht nur Menschen, auch Insekten – nicht zu vergessen.

Und nicht zuletzt sind die Bäumchen noch etwas: Zeichen der Hoffnung. Darauf, daß Gott das, was wir säen und pflanzen, wachsen lässt: Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen liegt in des Himmels Hand, so haben wir es alle Jahre an Erntedank gesungen (und dieses Jahr gehört). Und daß Er uns auch jetzt mitten in der Krisenerfahrung unserer Zeit ein Morgen eröffnen will. Den Israeliten, die ihre Gärten pflanzten, sagt Gott zu: Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, daß ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. (Jer 29,11) Darauf dürfen wir auch getrost hören. Und hoffen.

Pastorin Dr. Wiebke Bähnk

Foto: Kristina Mehlert (NR)

13. Oktober 2020 · Kategorien: Aktuelles

Am Sonntag, 18.10.2020, feiern wir um 10.00 Uhr in St. Laurentii einen zweisprachigen Gottesdienst. Den plattdeutschen Teil gestaltet Marianne Ehlers, Vorsitzende der Fehrs-Gilde, den hochdeutschen Teil übernimmt Pastorin Dr. Wiebke Bähnk. Die musikalische Gestaltung liegt in den Händen von Dennis Lorenzen.

02. Oktober 2020 · Kategorien: Aktuelles

Am Sonntag, 4.10.2020, 10.00 Uhr, feiern wir Gottesdienst zum Erntedank und zum Abschluß der Interkulturellen Woche unter dem Motto “Mit offenen Augen”. In diesem Gottesdienst heißen wir auch unseren neuen Gemeindepädagogen Jan-Lennart Boje herzlich willkommen in der Gemeinde. Der Gottesdienst wird vorbereitet und gestaltet von Dörthe Landmesser, Silker Scherer (Gesang), Christiane Tohsche (Lesung), Karin Lewandowski, Susann Chaberny und Ulrike Kohlmann (Verantwortliche für die Interkulturelle Woche) und Pastorin Dr. Wiebke Bähnk.

Im Anschluß an den Gottesdienst laden wir ein zu einem Picknick-Konzert mit dem Posaunenchor der Innenstadtgemeinde unter Leitung von Dörthe Landmesser. Wer mag, bringt sich eine Decke und etwas zu essen mit; Kaffee, Tee und Wasser stehen bereit.

St. Laurentii on bike
Illustration: Ruth-Maria Bähnk

In diesem Jahr gab es eine Premiere: St. Laurentii stellte ein eigenes Team für das Stadradeln Itzehoe und Kreis Steinburg auf die Beine (oder die Räder). 18 aktive Radlerinnen und Radler fuhren in den drei Wochen vom 15.8. bis 4.9. 5529 km. Sie taten damit sich und ihrer Gesundheit, dem Körper und der Seele Gutes, und leisteten einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Zugleich machte es auch einfach Spaß zu schauen, wie viele Kilometer jemand im “normalen” Dienstalltag zurücklegt, und eventuell zusätzlich noch einmal auf einer oder mehr Radtouren in die schöne Umgebung von Itzehoe Kilometer zu “sammeln”. Herzlichen Dank an alle, die sich beteiligt haben, an ein tolles Team mit motivierten und frohen Radlerinnen und Radlern. Bei unserem “Radlertreff” am Ende des Stadtradelns waren sich alle einig: Diese Aktion kann im kommenden Jahr neu “aufgelegt” werden. Wer Freude daran hat mitzuradeln, kann sich gerne schon mal melden!

Pastorin Dr. Wiebke Bähnk (4370286)

10. August 2020 · Kategorien: Aktuelles

Die Ferien sind zu Ende und traditionell starten nun wieder alle Musikgruppen. Aber dieses Jahr ist alles etwas anders als sonst… Hier finden Sie die Informationen; bei Fragen wenden Sie sich gerne an Kantorin Dörthe Landmesser. Sämtliche Proben finden draußen statt.

Kükenchor: Start am 18. August auf der Wiese vor St. Ansgar

Flötengruppe I: Start am 18. August hinter St. Ansgar

Flötengruppe II: Start am 11. August hinter St. Ansgar

Posaunenchor: Start am 11. August im Garten

Kantorei: Start am 12. August im Parkhaus am Bahnhof

Orchester: Start am 20. August in St. Ansgar

21. Juli 2020 · Kategorien: Aktuelles

“Zusammenhalt hat viele Gesichter”. Das haben wir in den vergangenen Monaten auch in der Innenstadtgemeinde in eindrücklicher und berührender Weise erfahren. Wie viele Menschen waren bereit, anderen zu helfen im Umgang mit den Herausforderungen der Corona-Krise und kleine und große Zeichen des Zusammenhalts, des Trostes und der Lebensfreude weiterzugeben!

Da waren die Mitglieder des Lions Club und des Rotary Clubs Itzehoe, die für sieben Wochen die “Terrine to go” finanzierten und älteren Menschen in Itzehoe zweimal in der Woche leckeres Essen ins Haus brachten. Die Dankbarkeit für die Mahlzeiten, die bei vielen sogar für zwei Tage reichten, und besonders auch für die freundlichen Lebenszeichen in Zeiten der sozialen Distanz, war groß bei den Empfängern und Empfängerinnen – und auch wir sagen herzlichen Dank für dieses großartige von Lutz Bitomsky angeregte Projekt!

Da waren die Bläserinnen und Bläser, die von Ostern bis Pfingsten jeden Abend um 18.05 Uhr vom Kirchturm von St. Laurentii hoch über der Stadt gespielt haben. Für viele Menschen in Itzehoe sind die Türmer und das Glockengeläut um 18.00 Uhr wichtige Hoffnungszeichen gewesen. Vielen Dank allen Musizierenden, die in den letzten Wochen auch mehrfach vor Seniorenheimen in Itzehoe gespielt haben, um gerade den noch immer sehr isolierten Bewohnerinnen und Bewohnern dort eine Freude zu machen.

Ebenso herzlichen Dank allen, die seit Juni jeden Samstag morgen um 11.00 Uhr auf der Terrasse neben St. Laurentii musizieren; viele sind Mitglieder musikalischer Ensembles unter der Leitung von Dörthe Landmesser und Stephan Reinke, manche Musiker und Musikerinnen haben sich zusätzlich gemeldet, um in einer Zeit, in der es noch kaum Konzerte in geschlossenen Räumen gibt, die Musik mitten in der Stadt erklingen zu lassen.
Da waren und sind die Sängerinnen und Sänger der Kantorei, die in den Gottesdiensten in St. Laurentii stellvertretend für die Gemeinde, die es ja bislang nur unter freiem Himmel darf, gesungen haben.

Da waren Susanne Glimm und Benno Ahting, die zu Karfreitag und Ostern um die Kirche herum im wörtlichen Sinne Zeichen gesetzt haben, so dass auch in der schrecklichen gottesdienstlosen Zeit die Verkündigung von Tod und Auferstehung Jesu Christi erkennbar waren.

Da waren die Mitglieder des Kirchengemeinderates der Innenstadtgemeinde, die über Wochen als Glöckner die Verantwortung übernommen haben, daß um 18.00 Uhr die Glocken von St. Laurentii zu hören sind. Da war Gerhard Goebel, der über Wochen Predigten und Andachten in St. Laurentii als Audiodateien aufgenommen und auf unsere Website gestellt hat.
Da war Achim Franzen aus St. Margarethen, der mit großer Kompetenz und ebensolchem Humor Andachten und Gottesdienste gefilmt, geschnitten, vorführfertig gestaltet hat, so dass es z.B. den Pfingstmontagsgottesdienst des Kirchenkreises aus St. Michaelis und St. Laurentii online zu sehen gab. Für unzählige Stunden Arbeit und besonders auch für die motivierende und humorvolle Art herzlichen Dank!

Da war Jörn Rave, der den Gemeinden der Region Itzehoe die besondere Möglichkeit eröffnete, Gottesdienste im Autokino zu halten; dreimal hat die Innenstadtgemeinde an den Filmgottesdiensten dort mitgewirkt. Herzlichen Dank an den Initiator, sein Team und an Stephan Reinke, der die Gottesdienste musikalisch gestaltet hat, sich um Lizenzen und viel Technisches gekümmert hat.

Da war Herr Jahn von der Victoria-Apotheke, der uns spontan für die ersten Gottesdienste in St. Laurentii ab dem 10. Mai seinen Desinfektionsspender geliehen hat. Vielen Dank!
Da war der Haustechniker des Caritas-Heimes St. Josef, Frank Baeccera, der uns einen eigenen Desinfektionsspender – ein geschmiedetes Männchen mit Fliege und imposantem Schnurrbart – selbst baute. Einen besonderen Dank, auch an die Leiterin des Caritas-Heimes, Denise Bremer, für diese liebevolle und kreative Unterstützung, die zugleich ein Stück gelebter ökumenischer Gemeinschaft ist.
Da war Hans Graf zu Rantzau, der auf unsere Bitte hin sofort den Klostergarten für Gottesdienste unter freiem Himmel zur Verfügung stellte, bei denen wir dann ja auch als Gemeinde fröhlich singen dürfen. Vielen Dank an ihn und auch an Herrn Grimm, der uns die nicht kleine Fläche vorher gemäht hat!

Und da waren und sind unzählige Menschen in der Gemeinde, die Nachbarschaftshilfe leisten, einander zuhören, Sorgen und Ängste teilen und Zeichen der Freude weitergeben, die füreinander beten, auch das ein wesentlicher Teil des Zusammenhaltes und der Verbundenheit.
Sie alle haben das zum Zusammenhalt beigetragen, was sie richtig gut können: Ideen entwickeln, organisieren, kochen, nähen, ein Instrument spielen, singen, filmen, zuhören, erzählen, schreiben, andere stärken, beten. Im 1. Petrusbrief heißt es: Dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes. (1. Petr 4,10)! Für alles Engagement, für Zeit, Kraft und großzügige materielle Unterstützung möchten wir von Herzen danken.

Pastorin Dr. Wiebke Bähnk

26. Juni 2020 · Kategorien: Aktuelles

So einen besonderen Desinfektionsspender hat wohl nur St. Laurentii: Ein geschmiedetes Männchen mit großem Schnurrbart und Fliege hält jedem Besucher das Mittel zur Händedesinfektion entgegen. Entstanden ist es unter den Händen von Frank Baeccera, dem Haustechniker des Caritas-Heimes St. Josef, der sich auf dem Bild noch einmal zu seinem Werk gestellt hat. Wir sagen herzlichen Dank an Frank Baeccera und an die Leiterin des Caritas-Heimes, Denise Bremer, für diese liebevolle und kreative Unterstützung, die zugleich ein Stück gelebter ökumenischer Gemeinschaft ist!

22. Juni 2020 · Kategorien: Aktuelles
Für alle neugierigen Kinder mit ihren Familien – Herzliche Einladung!
20. Juni 2020 · Kategorien: Aktuelles

… der Ständchen-Tour des Posaunenchors: Diese Woche haben die Bläser der ISG sich aufgemacht und vor bzw. in den Innenhöfen Itzehoer Altersheime musiziert.

17. Juni 2020 · Kategorien: Aktuelles

Bei gutem Wetter laden wir am Sonntag, 21.6.2020, um 10.00 Uhr zu einem Gottesdienst im wunderschönen Klostergarten ein. Der Zugang ist durch die Kirche St. Laurentii. Im Klostergarten können unter Wahrung aller Abstandsregeln ca. 60 Personen mitfeiern (einschließlich Klostergang). Da der Gottesdienst unter freiem Himmel stattfindet, dürfen wir auch wieder singen. Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst in St. Laurentii statt. Gestaltet wird der Gottesdienst von Kantorin Dörthe Landmesser, Annett Hagner, Ulrike Lucki, Lektorin Wiebke Lindinger und Pastorin Dr. Wiebke Bähnk.